Eierstockkrebs

Vorwort

Bitte bedenken Sie, dass es sich bei den Informationen um ALLGEMEINE INFORMATIONEN handelt und diese nicht eins zu eins auf Sie übertragbar sein müssen. Vor allem Prognosen und Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auf Sie zutreffen. Jede Erkrankung hat ihren INDIVIDUELLEN Verlauf!

Wie wird dieser diagnostiziert?

Eierstockkrebs wird aufgrund mangelnder Frühsymptome erst spät bemerkt. Eine Tastuntersuchung im Rahmen einer regulären Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt bringt oft den ersten Hinweis. Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Eierstockkrebs gibt es nicht.
Neben der Abklärung von Veränderungen im Eierstockbereich mittels Tastuntersuchung ist die Ultraschalluntersuchung durch die Scheide eine wesentliche Untersuchungsmethode. Aber auch der vaginale Ultraschall kann maligne Tumoren nicht mit absoluter Sicherheit entdecken.
Wird ein Ovarialkarzinom in Betracht gezogen, werden üblicherweise bildgebende Untersuchungen im Sinne einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, um weitere Informationen bezüglich der Ausbreitung und der Lokalisation des Karzinoms zu gewinnen.

Ein Blutbild kann Aufschluss über sogenannte Tumormarker im Blut geben. Bei Eierstockkrebs spielt das Protein CA 125 eine wichtige Rolle. Der Wert dieses Proteins ist bei Vorliegen eines Ovarialkarzinoms oft deutlich erhöht, kann aber auch bei anderen Erkrankungen, wie etwa einer Entzündung im Becken, ansteigen. Der Tumormarker alleine reicht nicht aus, um sicher auf Eierstockkrebs schließen zu können. Allerdings dient er der Überwachung während einer Behandlung.

Um ein Ovarialkarzinom eindeutig nachweisen zu können, ist eine Operation notwendig. Das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms muss durch eine feingewebliche (histologische) Untersuchung des entnommenen Tumorgewebes bestätigt werden. Bei der Operation werden der ganze Bauchraum und die einzelnen Organe sorgfältig exploriert. In der Regel entfernt der Chirurg so weit wie möglich den ganzen Tumor und alle seine Absiedelungen, beide Eierstöcke, die Gebärmutter sowie auch Lymphknoten aus dem Becken- und Bauchraum.
Über 10% aller Ovarialkarzinome beruhen auf einer genetischen Prädisposition. Deshalb sollte in einem Gespräch auch immer familiäre Vorbelastungen abgeklärt werden. Als familiär vorbelastet gilt eine Patientin, wenn eine Verwandte ersten Grades an Eierstock- oder Brustkrebs erkrankt ist. In den letzten Jahren ermöglichen Untersuchungen spezifischer Gene (BRCA1, BRCA2, HNPCC) die Identifizierung von Hochrisikopatienten für das Ovarialkarzinom. Dadurch können entsprechende Früherkennungsmaßnahmen bei diesen Patientinnen und ihren Familienangehörigen getroffen und das Risiko, ein Ovarialkarzinom zu spät zu bemerken, signifikant reduziert werden.

Was bedeutet diese Diagnose?

Wird das Ovarialkarzinom rechtzeitig entdeckt, können mehr als vier von fünf Frauen geheilt werden. Häufig wird Eierstockkrebs aufgrund mangelnder Frühsymptome jedoch erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Dann kommt es oft vor, dass die Behandlung zwar zunächst Erfolg hat, der Tumor aber später erneut zu wachsen beginnt.
Nach der FIGO-Klassifikation (International Federation of Gynecology and Obstetrics) wird Eierstockkrebs in vier Stadien eingeteilt:

  • Stadium I: Der Tumor befällt einen oder beide Eierstöcke
  • Stadium II: Der Krebs breitet sich im Becken aus
  • Stadium III: Krebszellen befinden sich auch außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle oder bereits in den Lymphknoten
  • Stadium IV: Tumorzellen haben sich in andere Körperregionen außerhalb der Bauchhöhle abgesiedelt (Fernmetastasen)

Was erwartet mich aufgrund dieser Erkrankung?

Je nach Stadium der Erkrankung muss mit einer operativen, chemo- und/oder strahlentherapeutischen Behandlung gerechnet werden. Was genau das bedeutet, kann im Unterpunkt Therapie und Behandlung nachgelesen werden.